VG Gästebuch
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Kommentar von Jürgen | 22.04.2013
Hier liest man oft, dass Mitgliedsbeiträge a) von den normalen einkaufenden Mitgliedern als zu hoch empfunden werden, aber b) auch von denen, die die Zahlen kennen, viel von Missbrauch gesprochen wird, also dass viele Mitglieder nicht die Beiträge zahlen, die sie eigentlich für Ihren Haushalt zahlen müssten.
Da würde mich interessieren, ob es Überlegungen / Modelle gibt, dass anders zu gestalten um vielleicht sowohl Problem a) und b) zu lösen, ohne hoffentlich viele neue zu schaffen. Ich könnte mir da z.B. einen festen Basispreis (prinzipiell wie bisher) vorstellen, worauf dann aber, falls ein gewisser Umsatz im Monat überschritten wird, ein Umsatz-Zuschlag erhoben wird, so dass diejenigen die zuviel für Ihren Beitrag einkaufen das ausgleichen müssen - ist sicher nicht einfach in der Umsetzung und ein größerer Eingriff in das Modell VG, würde aber gerne die Überlegungen hierzu erfahren.
Kommentar von Alexandra | 20.04.2013
Ich finde, es ist ein wahnsinnig großer Luxus, in der VG einkaufen zu dürfen. Das Angebot ist dermaßen reichhaltig, alles ist immer frisch und es ist überall sauber, das Sortiment mit großem Bedacht ausgewählt... Schade, dass manche Leute hier in einer Art Kleinigkeiten kritisieren, als ob dies alles selbstverständlich sei und ohne zu bedenken, welche Arbeit hinter all dem steckt.
Kommentar von Peter | 15.04.2013
Ups, da war Barbara aber ungehalten ... Ist ja auch kein Wunder, die Einträge und Mails, die davon zeugen, dass sich die Verfasser_innen kaum mit den Grundlagen der VG befasst haben, keine Ahnung haben, was die VG ist und wie sie funktioniert oder die VG 1:1 mit BioCompany u.ä. vergleichen, nehmen leider zu.
Zum Eintrag von Katja: Wir schlagen, das sollte eigentlich bekannt sein, keine Handels- oder Gewinnspanne auf die Einkaufspreise der Waren. Wenn nun ein Erzeuger oder Lieferant seine Preise erhöht, müssen wir nachziehen, wir können die Produkte schließlich nicht unter dem Einkaufspreis verkaufen. Und da sogar in unserem Logo das Wörtchen Fair steht und das nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, drücken und knebeln wir unsere Lieferanten nicht, sondern zahlen angemessene Preise.
Unsere Mitgliederpreise liegen, das kann jeder in den 2-Preis-Läden selber vergleichen, immer 30% - 50% unter den Nichtmitgliederpreisen. Und die richten sich nach den empfohlenen Verkaufspreisen bzw. den üblichen Spannen. Den fetten Gewinn machen wir durch die Nichmitglieder trotzdem nicht. Denn wer regelmäßig mehr als ein paar Brötchen bei uns kauft, holt sich meist ganz schnell eine Beitrittserklärung. Scheint sich also doch zu rechnen.
Wer nur Milch und Butter kauft, der kann natürlich getrost zu Aldi & Co gehen, denn gerade bei diesen Produkten wird ein extremes Preisdumping betrieben. Mahlitzscher und Taubenheimer Milch wird man dort denn auch nicht finden, die machen das nämlich nicht mit. Und mit Podemusens, BiosPhäre und BioCompany können wir uns bei der regionalen Milch durchaus messen lassen, obwohl es bei uns weder Mischkalkulation noch Quersubventionen gibt. Wenn ich aber z.B. unsere Käsepreise mit denen der o.g. Läden vegleiche, bin ich dankbar, das ich hier Mitglied sein darf.
Und weil wir alle anfallenden Kosten (Energie, Löhne, Mieten u.v.a.) nur vom Mitgliedsbeitrag begleichen können, dreh ich den Spieß mal rum: Trotz stark gestiegener Kosten und enorm gewachsenem Aufwand (Mehr Mitglieder = höherer Warenumschlag) konnten wir den Mitgliedsbeitrag über viele Jahre stabil halten.
Und noch mal, falls ich es am Anfang nicht deutlich genug machen konnte: Mehr Umsatz bringt uns nicht mehr Wirtschaftsgeld, aber mehr Aufwand.
Peter
Kommentar von Peter | 15.04.2013
Antwort auf eine Frage, die immer mal wieder gestellt wird, diesmal von Steffen: Warum öffen wir montags erst 13:00 Uhr (oder Samstags erst um 9:00)?
Wir fangen jeden Tag 7:00 Uhr an, auch wenn wir erst später öffnen. Am Montag kommt außerordentlich viel Ware, es müssen die vom Wochenende leergeräuberten Regale gefüllt, die Gemüse-Ecke, die am WE zum Reinigen abgebaut worden ist wieder aufgebaut, Obst und Gemüse von vorm WE gründlich durchsortiert werden u.v.a., was unter der Woche nicht geschafft wird. Wir haben bis zum Aufschließen immer straff zu tun. Wer sich's nicht vorstellen kann, der ist herzlich zum Ladendienst eingeladen.
Peter
Kommentar von rische | 12.04.2013
Hallo Katja, so ganz kann ich deine Argumentation nicht nachvollziehen, z.B. was der Mitgliederpreis mit der Einführung des Zweipreismodells in einem weiteren Laden zu tun hat...
Aber sei es drum, zum Glück kann ja jede/jeder frei entscheiden, woher sie / er seine Bioprodukte bezieht.
Barbara.
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