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Dresdner Umweltgespräche 4 Elemente

Dresdner Umweltgespräche 4 Elemente

Eine Veranstaltungsreihe des Umweltamtes und des Umweltzentrums:

Dienstag, 12. November 2019 ab 19 Uhr

Natur: So kostbar und dennoch kostenlos! Was sind (uns) die Leistungen der Natur wert?

Ohne Natur und ihre Leistungen kann der Mensch nicht überleben. Viele Grundbedürfnisse sind an eine intakte und vielfältige Natur gekoppelt. Wir brauchen Pflanzen als Nahrung, saubere Luft zum Atmen, klares Wasser zum Trinken. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Leistungsfähigkeit der Ökosysteme zählt gegenwärtig zu den größten Herausforderungen der Menschheit.

Dennoch bleibt uns der Wert der Natur oft verborgen, weil ihre Leistungen scheinbar selbstverständlich, unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stehen. Erst wenn die Natur geschädigt oder gar zerstört ist und diese Leistungen nicht mehr erbringen kann, bemerken wir den Verlust: Wenn durch das Verschwinden natürlicher Auenlandschaften die Hochwassergefahr steigt, wenn Grünflächen als Erholungsraum verloren gehen oder wenn sich zubetonierte Flächen im Sommer extrem aufheizen.

Allerdings: Der Unterschied zwischen den lebenswichtigen Werten der Natur und dem oft geringen finanziellen Betrag, den wir für ihren Schutz übrighaben, ist gravierend. Die Natur erbringt ein Mehrfaches an Nutzen, als sie uns kostet und wir für ihren Erhalt zu investieren bereit sind. Die Lebensqualität und Zukunft unserer Städte hängt aber wesentlich davon ab, dass modernes, urbanes Wohnen, wachsende Infrastruktur sowie attraktive Arbeits- und Freizeitangebote mit dem Schutz der Natur in Einklang gebracht werden.

Doch welchen Nutzen erbringt die Natur in der Stadt ganz konkret? Ist es ausreichend, den Wert des Stadtwaldes anhand des produzierten Holzes zu bemessen? Wozu brauchen wir Straßenbäume, Streuobstwiesen, Fledermäuse, Zauneidechsen und Schmetterlinge in der Stadt? Wie lässt sich der Nutzen der Natur erfassen und quantifizieren?

Einführender Experte:

  • Thomas Graner, Bundesamt für Naturschutz, Bonn

Podium:

  • Prof. Martin Quaas, Deutsches Zentrum für Biodiversitätsforschung, Leipzig
  • Wolfgang Socher, Landeshauptstadt Dresden, Umweltamt
  • Patrycia Brzoska, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. Dresden, zur Vorstellung des EU-Projekts "BIDELIN"

Link Dresdner Umweltgespräche

Ort: Plenarsaal im Neuen Rathaus Eingang „Goldene Pforte“, Rathausplatz 1, 01067 Dresden

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